Tafelanschrift in dem IT-Telezentrum in Byangabo: IT-Lehrerausbildung muss bei den Basics beginnen (c) Joachim Graf

Tafelanschrift in dem IT-Telezentrum in Byangabo: IT-Lehrerausbildung muss bei den Basics beginnen (c) Joachim Graf

Wenn wir über Afrika, seine Literatur und seine Buchmärkte sprechen, dann zucken viele von uns, die wir uns schon lange mit dem Thema beschäftigen, resignierend mit den Schultern: Es mangelt an Infrastruktur für Produktion und Vertrieb, an Kaufkraft, an Menschen, die lesen und schreiben können. In vielen Ländern bestehen 90 Prozent und mehr der Buchproduktion aus Schulbüchern. Große Hoffnungen werden gesetzt in E-Books, mit denen die Probleme des Buchtransports umgangen werden können. Aber auch für die Verbreitung von E-Books braucht man Infrastrukturen und gut ausgebildete Menschen, die diese Infrastrukturen aufbauen und bedienen können.

Der Müchener Hightext Verlag hat in Rwanda ein Projekt zur IT-Ausbildung gestartet. Dazu gibt es Mikrokredite für Näherinnen und für die Landwirtschaft. Verleger Joachim Graf berichtet darüber in einem Blog, und hier können Sie seine Berichte nachlesen.

Wenn Sie das Projekt unterstützen wollen, braucht es nur eine kleine Spende. Pro Ausbildungsplatz werden 20 Euro benötigt. Ich bitte Sie herzlich: Seien Sie großzügig. Es lohnt sich! Und: Ihr Spende kommt wirklich an, ohne Abzüge!

Spendenkonto: Ruandische Diaspora in Deutschland (IBAN DE74370501980009582974 bei der Sparkasse Köln/Bonn, Verwendungszweck: “OLPC-Lehrerausbildung”)

Jobs, Jobs, Jobs – das ist die Herausforderung, vor allem in den Dörfern außerhalb der Hauptstadt Kigali, in die nach wie vor der Großteil der Investitionen fließt. Deswegen haben wir uns zusammen mit Freunden vor Ort seit Jahren engagiert.

Mit einer IT-Ausbildungspatenschaft für Byangabo: Zwei Autostunden nordwestlich der Hauptstadt Kigali in Byangabo, am Fuß der 4000 Meter hohen Vulkane im Norden des Landes, westlich der Provinzhauptstadt Musanze gibt es viele junge Frauen und Mädchen, die arbeitslos (und damit perspektivlos) sind, weil nach der neunjährigen Primärschule 88 Prozent der Schülerinnen an der Aufnahmeprüfung zur weiterführenden Sekundärschule scheitern. Denn öffentliche Berufsschulen gibt es in Ruanda nicht. Noch nicht. Eine private Berufsschule, die die Ausbildung übernimmt und eine Mikrokreditstiftung, die den jungen Mädchen die IT-Ausbildung vorfinanziert, ist ein Projekt, das ich mir ansehen möchte.

Die Mikrokredit-Stiftung für Ruanda: “33 Nähmaschinen für Musanze” : in einer Näherinnen-Kooperative in Musanze, im Norden von Ruanda bildet aus. Jeweils 20 Näherinnen und Näher lernen in einem halben Jahr Zuschneiden und Nähen, Maße nehmen und mit der mechanischen Nähmaschine arbeiten. Alle sechs Monate bekommen also 20 Menschen ihr Abschluss-Zertifikat und können sich in ihren Dörfern eine kleine Existenz aufbauen. Unsere Mikrokreditstiftung finanziert ihnen den Kauf der Nähmaschine vor, die sie dann in kleinen Monatsraten abzahlen können.

Ein Huhn für Gisenyi : ‘Centre Abadahogora’ heisst das Strassenkinderprojekt im Zentrum von Gisenyi. Dorthin werden die Kinder gebracht, die keine Eltern haben und auf der Strasse leben. Oder die als Waisen aus der Bürgerkriegsregion im benachbarten Goma irgendwie geflüchtet sind. Damit die Kinder etwas zu essen bekommen, ein Bett und ein wenig Schulbildung. Was die Kinder brauchen, haben wir gefragt. “Ein paar Bleistifte”, war die Antwort der Betreuer. Die hatten wir dabei. Und dann, unsicher, kam der ganz große Traum: “Ein paar Hühner und einen Hühnerstall.”. Wir haben Spenden gesammelt. Im Sommer wurde er gebaut. Jetzt will ich die Kinder und ihre Hühner besuchen.

Joachim Graf

Joachim Graf

Akabanga: “Kleines Geheimnis” heißt das scharfe Pfefferöl, das zwischen Ruhengeri und Kigali produziert wird. Eine Bauernkooperative baut die Pili-Pili-Schoten an, die dafür verarbeitet werden. Wir verkaufen das Öl online zur Homepage dieses Unternehmnes Relation Browser . Ich will mit den Menschen dort reden, ob wir noch mehr tun können.

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